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Dienstag, 11. August 2015

Der erste Tag an der North Decatur High

Hallo meine Lieben!

Im letzten Post sind wir ja nur bis Dienstag gekommen, weil es ansonsten einfach zu lange geworden wäre und es ehrlich gesagt auch schon ein wenig spät war und ich es nicht mehr länger herauszögern wollte... Wie auch immer: Ich habe jetzt bereits fünf Tage in der Schule hinter mir und ich denke, der "schlimmste" Teil ist jetzt vorbei. Natürlich war es nie grausam, aber es war halt alles neu und verwirrend und manchmal war ich ein wenig überfordert. Das ist jetzt schon viel besser :).

Diesen wunderschönen Sonnenaufgang durfte ich aus meinem Zimmer betrachten (sorry für das Fliegengitter...)


Ich will am Anfang beginnen. Am Mittwoch bin ich natürlich vorsorglich zu früh aufgestanden, weil ich nicht genau wusste, wie lange ich brauchen würde etc. Den Rucksack hatte ich grundsätzlich schon am Vorabend gepackt, aber natürlich wurde noch einmal alles geprüft. Ich hatte einfach Stifte, zwei Composition-Hefte (das sind so eher kleine linierte Hefte), zwei Folders, etwas loses Papier, zwei linierte Blöcke und einen grossen College-Block gepackt. Mein Chromebook habe ich auch mitgenommen, aber das ist in einer separaten Tasche. Ganz ehrlich gesagt habe ich immer noch nicht wirklich ein System und alles ist immer noch sehr chaotisch, weil ich noch nicht genau weiss, wie ich was für die einzelnen Fächer verwenden soll.

Ich habe mich also für den Tag fertig gemacht, Frühstück gegessen (ich esse normalerweise einfach Joghurt und manchmal ein wenig Obst dazu) und für Lunch gepackt, weil das Essen in der Cafeteria zwar nicht schlimm, aber auch nicht wirklich toll ist. Es gab ein Schinken-Käse-Sandwich und einen Apfel :). Um 7:15 hat meine Gastmutter Abby und mich die Auffahrt runtergefahren (normalerweise laufen wir die geschätzten 150 Meter) und wir haben auf den Schulbus gewartet. Unser Schulbus ist für alle Altersstufen, weil es sich einfach nicht lohnen würde, separate Busse für Elementary und High zu machen. Normalerweise sitzen die jüngeren vorne und die älteren hinten, aber weil Abby und eine Freundin gerne mit dem Busfahrer reden sitzen wir vorne und sind von kleinen Kindern umringt :). Der Busfahrer ist auch echt nett (er nennt mich Switzerland, weil er meinen Namen noch nicht weiss....) und es ist echt faszinierend, wie er jedes Kind kennt und so :). Hatte ich gar nicht so erwartet gehabt. Weil der Bus nicht auf direktem Weg zur Schule fährt (der macht erst noch einen Bogen um Lake Santee), immer wieder anhält und wir zu den ersten gehören, die einsteigen ist die Busfahrt auch relativ lange. So um die 40 Minuten sind es schon.

Nachdem wir Ewigkeiten durch Mais- und Sojafelder gefahren sind, sind wir dann aber irgendwann an der North Decatur High abgeladen worden. Dann wusste ich erst einmal nicht, wohin ich überhaupt gehen musste, und meine Gastschwester hat mich dann zu meinem Pride-Zimmer gebracht. Das mit dem Locker habe ich gar nicht erst versucht, weil ich nur wenig Zeit hatte und ich ihn sowieso nicht aufgekriegt hätte. Alle fünf ATS an meiner Schule sind in der gleichen Pride-Klasse, weil der World History Lehrer sie immer alle haben will :). So kannte ich also schon zumindest zwei Leute. Ziemlich bald sind wir dann auch schon in die Sporthalle gerufen worden. Dieses Jahr gibt es recht viele Wechsel, neuer Direktor, Vice-Direktorin und mehrere Lehrer. Der Direktor entspricht meiner Meinung nach extrem dem Klischee-Schulleiter, vom Aussehen und Verhalten her. Die neue Vice-Director ist sehr gruselig und alle haben Angst vor ihr, weil sie so böse aussieht. Sie war vorher an einer Schule in Indianapolis, die berühmt-berüchtigt für die Probleme ist, also ist es für sie wahrscheinlich auch eine ziemliche Umstellung.

Dort wurden wir auch gleich eingeweiht, dass es Änderungen am Dresscode gibt (Schultern müssen jetzt ganz bedeckt sein, Leggins nur, wenn man darüber etwas in Fingertip-Leght hat und BHs dürfen gar nicht mehr zu sehen sein. Ausserdem muss man jetzt obligatorisch Schuhe anhaben), man jetzt ausnahmslos nie Rucksäcke von einer Klasse zur anderen bringen darf (vorher war das anscheinend nachmittags erlaubt) und Handys dürfen nur noch während der Mittagspause und in der Cafeteria verwendet werden. Ausserdem darf
 man keine Bücher mehr im Gang ablegen. Ist also gleich alles ein wenig strenger geworden... Nunja, immerhin ist jetzt jeden Mittwoch Early Dismissal, das heisst, die Schule geht nur bis 2:20 :). Dann sind wir zurück zu den Zimmern und dann mussten sich alle vier ATS, die schon da waren vorstellen. Ich finde das irgendwie immer ein wenig schwierig, weil ich mir nie sicher bin, was ich sagen sollte... Dann hat die Schulglocke geläutet und es ging für mich ab zu Nutrition&Wellness.

Dort habe ich niemanden gekannt und habe einfach irgendein Mädchen gefragt, ob ich bei ihr sitzen darf und, oh Wunder, sie hatte nichts dagegen. Nach und nach sind dann alle Schüler eingetrudelt und alles, was wir in der Lektion gemacht hatten, war die Regeln durchzugehen. Die Lehrerin ist recht jung und echt nett.

Als nächstes war US History an der Reihe, was wieder alle ATS zusammen haben (weil sie uns nach Möglichkeit in die selben Klassen schicken). Dort haben wir ausser uns die Regeln anzusehen rein gar nichts gemacht. Die Lehrerin hat sich vorgestellt. Ich glaube, ich mag sie ziemlich gerne.

Dann war American Literature dran. Die Lehrerin dort ist schon relativ älter und ich habe das Gefühl, dass sie sehr langsam ist, aber sie ist eigentlich unerwartet witzig. Wir haben Bücher ausgeteilt bekommen und ich glaube, wir hatten sogar Hausaufgaben auf Donnerstag.

Danach war es auch schon Zeit für Lunch und ich bin erst einmal zum Guidance Office (wo die Klimaanlage ohne Witz auf 15 Grad gestellt ist), um wegen meinem Locker nachzufragen, der laut Stundenplan im Junior High Hallway war (und das will man echt nicht haben...), mir aber gesagt worden war, dass alle ATS im Senior Hallway wären. Hat sich dann als Missverständnis herausgestellt und ich habe neu Locker 355 zugewiesen bekommen. Dann sind Sara (Mexikanische ATS) und ich in die Cafeteria, um unsere Sandwichs zu essen. Wir haben an einem der langen Tische zwei freie Plätze gesichtet und einfach gefragt, ob wir uns dorthin setzen könnten. Wie es herausgestellt hat, haben wir uns neben zwei Seniors gesetzt, die supernett sind (wir haben schon mehrere Male mit denen gegessen) und meine Gastmutter hat mir am Abend ein Bild von der Einen gezeigt, mit der Empfehlung, mich mit ihr anzufreunden, weil sie sehr nett ist. Habe ich also schon einmal gut hingekriegt :).

Die Beiden haben uns dann auch geholfen, unsere Locker aufzukriegen. Das ist echt gar nicht so einfach und vor ihnen hatten es uns schon mehrere andere Leute erklärt, aber erst mit ihrer Hilfe haben wir es dann schlussendlich hingekriegt (zumindest ich, Sara hat immer noch Mühe....). Am Nachmittag habe ich zuerstt zusammen mit Sara Algebra II. Da haben wir sogar ein wenig gerechnet, war aber supereinfach. Ausserdem haben wir auch da Bücher ausgehändigt bekommen und ich habe darin noch nichts gefunden, das ich noch nicht gemacht habe. Ich könnte natürlich immer noch zu Pre-Cal/Trigonometry wechseln, aber ich habe mir geschworen, nie wieder Trigonometrie zu machen, nachdem ich diesen Frühling hoffnungslos gescheitert bin.

Dann stand Interpersonal Relationships auf dem Stundenplan und ehrlich gesagt weiss ich immer noch nicht genau, was das ist. In der Klasse hat eigentlich auch niemand bewusst das Fach gewählt, es war mehr so das Fach, dass eben in der Period war, das man noch am ehsten nehmen wollte. Dementsprechend sind wir auch nur 10 Leute. Die Lehrerin ist die gleiche wie bei der N&W-Class. Wir sind also noch einmal die exakt genau gleichen Regeln durchgegangen, die ich schon am Morgen gehört hatte.

Danach folgte der erste grosse Schock. AP Chemistry... Ach du heilige Scheisse, das war schon nach den ersten 10 Minuten schwer und es ist seither auch nicht mehr besser geworden. In dem Kurs habe ich auch eine der beiden Seniors wiedergetroffen (sie heisst Krista), aber ich konnte nicht lange neben ihr sitzen, weil der Lehrer uns nach Alphabet geordnet hingesetzt hat und ich ganz am Anfang bin uns sie ganz am Schluss. Aber das Mädchen, das neben mir sitzt ist auch sehr nett :). Wir haben auch schon am ersten Tag eine Tonne Hausaufgaben bekommen. Letztes Jahr hat an der ganzen Schule niemand das AP-Chem-Examen im Frühling bestanden (das sagt schon alles) und der Lehrer will nicht, dass das noch einmal passiert... Wir haben auch mit was angefangen, das ich in der Schweiz noch nie behandelt hatte, alle anderen aber schon, was es auch nicht besser gemacht hat... Aber ich gebe nicht auf, und irgendwie schaffe ich das schon.

Als letztes hatte ich dann Band, was der totale Kontrast zu Chemie ist. In der Band sind Leute von Stufen 7-12, was es ziemlich vielseitig ist. Auch der Lehrer ist lockerer als in allen anderen Klassen und Abby ist auch dort, ausserdem meine Sitznachbarin in Chemie, eine Kollegin von Abby, der belgische ATS Olivier und ein Mädchen aus meiner Pride-Klasse, was den Anfang schon einmal seeehhr viel einfacher gemacht hat. Wir haben alle Vorschläge für Songs abgeben müssen, aber leider ist mir echt nichts einfallen, also habe ich einfach ein Fragezeichen draufgemalt und abgegeben... Ausserdem haben wir ein paar Daten bekommen, an denen wir spielen werden. Das erste ist schon Ende August! Und das ist das Civil War Game gegen South Decatur, wo wir im Football definitiv verlieren werden (unser Team ist SEHR schlecht...), weswegen es eher ein Kampf der Pep Bands sein wird :). Natürlich wird die Charger Band gewinnen ;)

Dann hat die Schulglocke auch schon wieder geklingelt und ich bin zu meinem Locker, habe ihn selbstständig geöffnet (ich war so stolz....) und bin Abby hinterher zum Schulbus getrottet. Alleine hätte ich das echt nicht geschafft, weil in ich in einer Reihe von 15 gleichen Bussen meinen nicht gefunden hätte. Das ist aber auch irgendwie verständlich glaube ich. Inzwischen kenne ich die Nummer des Busses und ich glaube, ich würde auch den Busfahrer erkennen. Dann sind wir noch einmal gut 40 Minuten durch Maisfelder und Wäldchen rund im Lake Santee gefahren, bis wir schlussendlich zu Hause angekommen bin. Da ging es für mich auch schon an die Hausaufgaben, die ein erstaunliches Ausmass hatten, in Anbetracht der Tatsache, dass ich eigentlich den ganzen Tag über nichts gemacht hatte... Aber whatever...

Das war es auch schon ziemlich zu meinem ersten Schultag. Mehr Info etc. folgt irgendwann in den nächsten Tagen, aber ich gehe jetzt definitiv ins Bett...
Lara

Samstag, 8. August 2015

Die ersten Tage in Indiana :)

Hallihallo, da bin ich schon wieder ;)

Wie versprochen will ich über die ersten paar Tage, die ich hier in Greensburg verbracht habe berichten. Wir waren das letzte Mal ja bei der Landung stecken geblieben. Als wir noch eine Weile im Flugzeug gesessen waren und wir endlich ausgestiegen waren, mussten wir gleich noch einmal ein paar Minuten warten, weil unsere Handgepäckstücke ja verladen worden waren. Hat aber überhaupt nicht gestört, und wir haben die Zeit genutzt, am Flughafen nach anderen Passagierfliegern zu suchen. Die waren nämlich erstaunlich schwer zu finden. Während wir auf dem Rollfeld herumgerollt waren hatten wir nur ein paar Frachtflugzeuge und ein Passagierflugzeug von der süssen Grösse unseres gesehen. Schlussendlich hatten wir dann aber immerhin noch zwei andere gefunden. Indy ist kein besonders grosser Flughafen...
Als wir dann unser Handgepäck hatten ging alles wirklich schnell, sodass man auch gar nicht mehr nervös werden konnte :). Wir sind einfach mal den Wegweisern gefolgt und weil der Flughafen echt recht klein ist, stand eigentlich schon seeeehhhr bald meine Gastfamilie mitsamt "Welcome in Indiana-Schild" vor mir. Habe mich natürlich sehr gefreut, sie zu sehen.


Links und rechts die anderen beiden. Ich denke, man sieht mir die Freude an :)
 Dann gab es zuerst natürlich ein grosses Willkommens-Geknuddel. Und ich musste feststellen, dass ich eindeutig die grösste in der Familie bin :)... Meine Koordinatorin war auch am Flughafen, sie und ihre eigene ATS (die ist ein paar Stunden vor mir angekommen) hatten dort auf Francesco (der arme musste von New York über DC fliegen...) und mich gewartet. Dann sind wir mal meinen grossen Koffer holen gegangen und haben uns auf den Weg gemacht. Natürlich nicht bevor ich mich von Isabel und Axel verabschiedet und Francesco noch einmal Hallo gesagt hatte. Gepäck wurde alles in den Kofferraum gepackt und auf ging es duch Teile von Indiana. Und während Indianapolis noch seeeehhhr flach war, war es näher bei Greensburg nur noch flach, mit ein paar Minihügeln. Auf dem Weg haben wir ein wenig geredet und ich habe schone einmal diverse Mais- und Sojafelder gesehen. Irgendwann haben wir einen kurzen Stopp bei Starbucks gemacht und dann sind wir durch Greensburg über die ganzen Landstrassen zu meinem neuen Zuhause.

Dort habe ich dann zum ersten Mal die Hunde getroffen, wovor ich auch ziemlich nervös gewesen war. Gab ein ziemliches Gebelle und die Gastfamilie meinte, es würde wahrscheinlich einige Tage dauern, bis sie sich an den Gedanken gewöhnt hätten, dass ich jetzt da wohne :). Abby hat mir dann das Haus gezeigt und wir haben mein Gepäck hochgebracht. Und das Haus ist wirklich gross und schön. Gefällt mir wirklich gut. Auch das Zimmer ist total perfekt :). Ich habe ein wirklich grosses und bequemes Bett, einen tollen Ausblick, einen grossen Schrank, einen Schreibtisch, ein anderes Möbel, das man wohl als Schminktisch bezeichnen könnte und einen Schaukelstuhl. Was will man denn mehr...? Ausserdem stand da eine Vase voller Blumen aus dem Garten, die eine (magnetische) Wand war  mit Bildern von mir, Freunden und Familie behängt und sie haben mir North Decatur Fanartikel geschenkt. Und Süssigkeiten <3. Seht ihr, wieso ich sie so liebe?

Dann sind wir essen gegangen. Normalerweise wird eigentlich zu Hause gekocht - war bisher immer sehr lecker - aber weil sie halt nicht genau wussten, wie müde etc. ich sein würde, hatten sie noch nichts geplant. Dann wurde eigentlich beschlossen, in das asiatische Restaurant in Greensburg zu gehen (war an dem Tag leider zu), aber wir sind dann Barbecue essen gegangen. Ich habe mit meiner Gastmutter eine Portion Ribs geteilt, weil eine Portion einfach mal so ein Pound Fleisch, also fast ein halbes Kilo war und es dazu noch so richtig leckeres Maiszeugs gab, dessen Namen ich leider vergessen habe. Ich habe meine halbe Portion trotzdem immer noch nicht geschafft, weil es einfach immer noch sehr viel war und ich inzwischen auch schon relativ müde war, weil ich ja am morgen früh aufgestanden war und in NY nicht allzu viel Schlaf bekommen hatte. Dann gings wieder nach Hause und ich bin auch schon ziemlich schnell ins Bett und habe sehr gut geschlafen.

An meinem ersten ganzen Tag hier (also Samstag), waren wir überaus produktiv. Erst einmal nach Greensburg gefahren, um mir einen Handy-Prepaid-Vertrag zu holen. Eigentlich hat nur Verizon einigermassen eine Verbindung bei meinem Haus, aber die sind mehr als nur ein wenig wählerisch und wollten mir nichts verkaufen, weil ich das Handy nicht bei ihnen gekauft hatte. Jetzt bin ich eben zum gleichen Preis bei AT&T. Kostet 45$ im Monat, und hat unlimitiert Telefonieren und SMS in den USA und Kanada inklusive und 1.5 GB Daten highspeed, danach wirds einfach langsamer. Das ist zwar viel mehr als ich brauchen werde, aber was kleineres gab es nunmal nicht... Funktioniert jetzt also alles. Dann waren wir noch bei Walmart. Und was soll ich sagen... Das Ding ist einfach riesig, und Sue meinte, er wäre so mittelgross.... Ich glaube ich will gar nicht wissen, wie gross die grossen sind. Bei Kroger (auch so eine Supermarktkette) waren wir auch schon mal.

Am Sonntag war ich am Vormittag mit Abby in Greensburg schwimmen und am Nachmittag hat Abby zwei Freundinnen eingeladen und meine Gastmutter hat vorgeschlagen, dass wir doch auch noch Sara (ATS aus Spanien, die bei meiner LC wohnt) und ihre Gastgeschwister einladen könnten. Haben wir dann auch gemacht. Es gab jede Menge Essen und hat echt Spass gemacht. Ich habe zum ersten und letzten mal Root Beer getrunken - das Zeug ist ekelhaft, ganz im Ernst (ich finde, es schmeckt wie so Zahnspülmittel) - und es gab Floats (Eis in Süssgetränken... War mir fast ein wenig ZU süss, aber total in Ordnung) und S'mores (die hingegen waren fantastisch). Wir haben draussen irgend so ein Ballspiel gespielt und haben echt viel Spass gehabt. Ich habe dann auch zum ersten Mal die Katze gesehen und seither auch nie wieder... Cooper ist irgendwie nie so richtig dann da, wenn ich da bin.

Furchtbarer Gesichtsausdruck, aber das meine Damen und Herren ist mein erster S'more :)
Am Sonntag hat Bernie mich dann auch wirklich vollkommen akzeptiert und er ist jetzt mein bester Freund für immer :). Alles, was er braucht ist Futter und seeehhhr viel Liebe. Beides holt er sich bei Bedarf auch mit Gewalt ;). Er ist aber ein sehr lieber Hund.

Er liebt mich wirklich, und wenn ich mit Streicheln aufhöre haut er mich...
In der Nacht darauf gab es ein grosses Gewitter und Bernie hat Angst vor Gewittern. Grosse Angst... Und weil er sich wirklich sicher war, dass die Welt untergehen und wir alle sterben würden, hat er um fünf Uhr morgens mein Zimmer geentert (keine Ahnung, wie er die Tür aufgekriegt  hat) und unter meinem Schaukelstuhl übernachtet.

Unter nem Schaukelstuhl ist man schliesslich sicher

Und guten Morgen....
 
Am Montag war ich dann alleine mit Abby zu Hause, weil meine Gasteltern beide arbeiten waren und ehrlich gesagt habe ich nicht wirklich viel gemacht. Am Morgen habe ich mit meiner Familie geskypet, die im Moment in China ist, und wir haben etwa eine halbe Stunde geredetEigentlich den ganzen Tag über sind Harry Potter Filme gelaufen und ich glaube, wir haben es bis zum vierten geschafft, danach haben wir aufgegeben. Am Abend hat die ganze Familie "Spiel des Lebens" gespielt und mein Gastvater hat mich leider geschlagen, aber ich war an zweiter Stelle. Die anderen beiden hatten zeitweise mehr Schulden als Geld und haben ihre Leben nicht so richtig in den Griff gekriegt, also waren sie klare Verlierer...

Dienstag hat Matt von zuhause aus gearbeitet, also war er auch zuhause. Ich habe dann angefangen mein Schulzeugs zu packen. Meine superliebe Gastfamilie hat sämtliches Papier-Heft-Mappen-Zeug schon für mich besorgt gehabt, was ich unglaublich lieb (und ein wenig übertrieben) finde. Ich darf ausserdem einen Rucksack brauchen, was natürlich auch nicht ganz unpraktisch ist.
Am Abend sind Sue, Abby und ich dann nach Greensburg, weil wir ein paar Dinge zu erledigen hatten. Erst einmal sind wir zur Schule, wo ich mich eingeschrieben habe und mein Stundenplan erstellt wurde.

Sieht folgendermassen aus:
8:10-8:50 Nutrition&Wellness (das ist so kochen)
8:54-9:44 US History
9:48-10:18 PRIDE (da kann man Hausaufgeben machen und so)
10:24-11:14 American Literature
11:18-11:48 Lunch Break
11:48-12:38 Algebra II
12:42-13:32 Interpersonal Relationships (da geht es halt um zwischenmenschliche Beziehungen, besser kann man das gar nicht erklären...)
13:36-14:26 AP Chemistry
14:30-15:20 Advanced Concert Band

Dann ging es weiter, weil Abby einen Termin hatte und Sue noch zur Bibliothek wollte. Also sind wir nach Downtown Greensburg (ist zwar sehr klein, aber sehr hübsch). Auf dem Weg sind wir noch ein Charger T-Shirt, das meine Gastfamilie für mich gefkauft hatte umtauschen gegangen, weil es zu gross war und haben zwei NY-Postkarten eingeworfen, die ich am Flughafen geschrieben habe... Shame on me... Dann ging es auch schon zurück zur Schule, weil Little North Decatur dieses Jahr zum erstem Mal Chromebooks für alle Jr./Sr. High Schüler hat. War relativ viel Papierkram, aber irgenwann hatten wir beide unsere Computer und sind wieder nach Hause gegangen.

Am Abend sind wir dann auch schon relativ früh ins Bett, weil wir früh raus mussten, um zum ersten Mal in diesem Schuljahr unseren Schulbus zu erwischen...





Montag, 3. August 2015

New York, New York...

Hallihallo meine Lieben :)

Ich weiss, es ist vielleicht schon ein wenig spät und ich bin schon seit Freitag bei der Gastfamilie, aber es ist ja nicht so, als hätte ich nichts zu tun... Einmal vorweg: Mir gefällt es hier einfach nur super gut und auch mit der Familie läuft es super. Aber das soll eigentlich nicht Thema dieses Posts sein ;). 

Viel mehr will ich euch von den absolut fantastischen fünf Tagen, die ich mit 29 anderen ATS in NY verbracht habe erzählen. Also:
Ich habe im letzten Post erwähnt, dass am Flughafen schon zwei STS-Mitarbeiter gewartet haben, um uns abzuholen. Wir sind ihnen also brav und hundemüde hinterhergetrottet (die Hitze New Yorks hat uns ein wenig umgehauen, als wir den klimatisierten Flughafen verlassen haben...) und unser Gepäck in einen Mini-Van geladen. Dann wurden wir mit lauter Musik nach New Rochelle gefahren. Auf dem Weg konnte man schon einmal einen echt guten Blick auf Manhatten erhaschen und wir haben eigentlich die gesamte Bronx durchquert, da New Rochelle relativ nördlich gelegen ist. Irgendwann sind wir dann in eine wirklich nette Wohngegend mit vielen hübschen Einfamilienäusern gekommen und da war dann auch das College 
New Rochelle ist ein relativ kleines, katholischen Mädchencollege, das 1908 gebaut wurde. Meiner Meinung nach ist es einfach nur wunderschön gewesen :)

Da wir natürlich die letzten gewesen sind gabs gleich Abendessen und irgendwie wurden wir ein wenig angestarrt, aber das Essen war wirklich gut (die ganze Woche über immer nur lecker gewesen). Und weil STS verhindern wollte, dass wir allzusehr an unserem Jetlag leiden haben sie uns grausamerweise noch bis 22:00 mit einer kurzem Einführung und einem Quiz wachgehalten. Ich habe dann auch meine Zimmergenossin, Janiinna aus Finnland, kennengelernt und die war echt nett. Dann durften wir ins Bett und weil alle so todmüde waren sind wir glaube ich alle sehr schnell eingeschlafen. 

Die ganze Woche über waren wir in zwei Teams mit je einem Leiter eingeteilt (Supermens (Rechtschreibfehler absichtlich!) und Wildcats), die dann gegeneinander antreten mussten. Ich war bei den Wildcats und ich muss ganz ehrlich zugeben, dass der Sieg der Supermens mehr als nur eindeutig war...

An Tag 2 gabs am 7:30 Frühstück, eine Stunde später ging das eigentliche Programm los. Am Morgen hatten wir Unterricht in den Gruppen und es ging grösstenteils darum, einander gegenseitig besser kennenzulernen und wie man als ATS mit Erwartungen umgehen sollte. Nach dem Mittagessen gab es dann Sport, alle Disziplinen wurden jeweils von einer Amerikanerin unterrichtet. Man bemerke dabei, dass es in NY etwa 30 Grad im Schatten war... Zuerst gab es Cheerleading. Ich war scheisse und wirklich gefallen hat es mir auch nicht. Ich werde definitiv kein Cheerleader werden (also ob ich das nicht schon vorher gewusst hätte...). Dann sind wir aus der kühlen Sporthalle raus zum Softballfeld und spielen war angesagt. Und wie soll ich sagen... Ich war grausam, aber hat mir Spass gemacht :). Danach gings zurück in die Sporthalle und wir haben American Football gespielt. Das hat mir unglaublich viel Spass gemacht, aber ich glaube gegen die Jungs hätte ich keine Chance...

Am Abend gabs dann Treasure Hunt, wo die beiden Teams einmal mehr gegeneinander antreten mussten (Wildcats haben einmal mehr verloren...). Da gab es so verschiedene Aufgaben, die man lösen musste und dafür gabs Punkte. Die meisten davon waren ziemlich lächerlich und haben glaube ich vor allem der Belustigung der Leiter gedient, aber wir hatten auf jeden Fall auch Spass :). Meine Darbietung der Amerikanischen Nationalhymne (sonst hat niemand wirklich den Text gewusst) war auf jeden Fall sehenswert...

An Tag 3 gab es am Morgen wieder Unterricht (es ging um die Manhattan-Trips. Wir mussten auch Gruppen à mindestens 4 Leuten bilden. In unserer waren dann einfach mal so 12, aber egal...) und dann war eine Amerikanische Collegestudentin eingeladen, der wir alle möglichen Fragen stellen konnten. Das war echt interessant. 
Danach hatten wir eine halbe Stunde um unsere Sachen zu packen (die meisten, mich inklusive, haben den gelben STS Rucksack genommen) und wir konnten eine Papiertüte voller Essen schnappen und in einen Bus steigen, der uns runter nach Manhatten brachte. Und oh man, ich habe begonnen, die Qualität schweizer Strassen zu wertschätzen. War nämlich sehr ruckelig. Zuerst sind wir eine ganze Weile durch die Bronx gefahren, aber irgendwann hatten wir es dann bis nach Harlem geschafft. Weiter ging es westlich vom Central Park, wo wir dann unseren ersten Stopp bei den Strawberry Fields gemacht haben. Für die, die nicht wissen, was das ist: Da ist das berühmte John Lennon Denkmal. Dann gab es einen kurzen Spaziergang durch den Central Park (der ist einfach nur gigantisch) und ein zweites Gruppenfoto

Dann sind wir wieder in den Bus eingestiegen und runter bis zum Financial District gefahren, wo wir uns Ground Zero angesehen haben. Ich finde, dass es mit diesen beiden "Löchern" im Boden wirklich gut gemacht ist und ist schon eindrücklich gewesen. Ausserdem ist man ja gleich neben dem Freedom Tower und der ist soooo viel höher als alles andere, was ich in meinem bisherigen Leben gesehen habe...
Dann sind wir wieder in den Bus eingstiegen und Richtung Norden gefahren, wo wir an der Ecke Houston Street/Broadway augeladen wurden. Danach folgte der beste Teil: Vier Stunden Freizeit in SOHO/NOHO und teilen von Greenwhich Village. Weil es so heiss war, sind wir erst einmal zu zwölft zum nächsten Starbucks gerannt (die sind in NYC einfach ÜBERALL!) und haben was kühles zu trinken gekauft. Dann haben wir beschlossen, unsere Gruppe zu halbieren, weil die einen eher die Stadt anschauen und die anderen eher shoppen gehen wollten. Ich habe mich kurzerhand den Shoppinggruppe angeschlossen. So sind wir dann auch den Rest der Zeit geblieben. Das shoppen haben wir eigentlich ziemlich schnell wieder aufegegeben und haben angefangen, einfach ein wenig rumzulaufen. Ein paar Bilder:
Washington Square
Meine Gruppe :)
Freedom Tower gesichtet
Komisches Haus mit komischen blauen Dingern...
Sonnenuntergang auf dem Rückweg

Irgendwann sind wir dann wieder in New Rochelle angekommen und am Abend gab es eigentlich kein grosses Programm mehr. Jeder hat noch einmal einzeln mit seinem Leiter geredet und wir haben unten in der Lobby Karten gespielt. Aus irgendeinem Grund haben wir die Jungs dann dazu gebracht, Kleider anzuziehen und das war wirklich lustig... Dann haben wir noch ein wenig gepackt und sind ins Bett gegangen. Diese Nacht war eigentlich auch der einzige wirklich unschöne Part des ganzen Camps, weil unser Zimmer war einss der wenigen ohne Ventilator, was die ganze Sache nicht besser gemacht hat. Falls man jemals im Sommer in NYC war, weiss man, wie heiss und feucht es da werden kann und weil wir ein sehr kleines Zimmer ohne grosse Fenster hatten, hat sich der Raum in "Little Florida" verwandelt. Man hat vor Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit kaum noch Luft gekriegt und von Schlafen war gar nicht erst die Rede. Um 2:00 morgens war es uns dann definitiv genug des Guten und wir haben uns kurzerhand Kissen uns Laken geschnappt und sind auf die Sofas im Gemeinschaftsraum gezogen, wo es eine Klimaanlage gab. Dass diese einen ziemlichen Lärm gemacht hat und das Licht nonstop an war, hat mich dann auch nicht mehr gross gestört...

Hier haben wir dann übernachtet...

Tag 4 war dann ziemlich chaotisch, weil man am Morgen eigentlich schon ziemlich fertig packen musste. Am 8:00 stand dann auch schon American History Class auf dem Programm. Klingt scheusslich, war es aber nicht :). Der Lehrer hiess Mr Kenny und war ein "richtiger" amerikanischer High School Lehrer. Und der Typ war echt wirklich lustig und seine Darbietung der Nationalhymne viiiiieeeel besser als meine. Meine Güte, der Typ kann singen... Und nach 2 Stunden und 200 Jahren in der Geschichte mussten wir auch schon wieder Abschied von diesem wundervollen Menschen nehmen. Am Nachmittag hiess es dann wieder: Ab nach Manhattan (dieses mal mit dem Zug). Und nachdem wir in der Grand Central Station angekommen waren haben sie uns zum Times Square gebracht worden waren, hat es angefangen zu schütten wie aus Eimern und einfach nicht mehr aufgehört... Niemand war darauf vorbereitet und nach 30 Sekunden war man eigentlich komplett durchnässt. 

Es hat nicht lange gedauert, bis alle Handys aufgrund von Flutwarnungen geklingelt haben. Eigentlich wollten wir aufs Rockefeller Center, aber weil wir eh nichts gesehen hätten haben wir es dann gelassen. 

An dem Tag waren wir zu acht. Wir haben uns dann wieder aufgeteilt und vier sind ins Museum of Modern Art und wir anderen vier wollten wieder shoppen gehen. Dieses Mal habe ich sogar etwas gekauft! Wir sind in der 5th Avenue ein wenig rumgelaufen, aber dann wurde der Regen wieder stärker und wir sind zu McDonalds geflüchtet... Dort haben wir uns wieder mit den anderen getroffen und als es nicht mehr wirklich geregnet hat (wir waren immer noch alle pitschnass) sind wir zurück zum Times Square, um ein paar Fotos zu machen.

Die zwei Gruppenleiterinnen, die ich nur auf diesem Foto habe :)

Weiter ging es dann zu Subway, wo wir alle ein Sandwich, Wasser und Cookies ausgehändigt bekommen haben und voll beladen ging es durch halb Manhattan bis zum Hudson River, wo wir alle ein grosses Boot betreten haben. Meine Füsse waren inzwischen nur so von Blasen übersäht (ich habe herausgefunden, dass meine Schuel WIRKLICH unbequem sind, wenn sie nass werden...). Dann ging es auf eine Rundfahrt. Ich glaube, das war so ziemlich der beste Teil am Camp. Eine Bootsrundfahrt mit Sonnenuntergang :). Und weil Bilder mehr sagen als Worte:

Dann war es leider auch schon wieder vorbei und wir sind zurück zum Times Square gelaufen, wobei die ganze Gruppe einen Stopp einlegen musste, weil ich bei Walgreens Socken und Pflaster kaufen gehen musste. Sorry for that... Dann sind wir noch einmal eine halbe Stunde am Times Square geblieben und haben Fotos gemacht. 

Dann ging es zurück zur Grand Central Station, wo wir nochmals Fotos gemacht haben und dann auf unseren Zug gegangen sind. 



Wir sind dann ziemlich spät in der Nacht wieder am Campus angekommen und haben noch ein kleines bisschen gepackt und sind dann ins Bett. Am nächsten Tag hiess es dann früh aufstehen, weildie  Zimmer um 7:20 leer sein und alle Schlüssel abgegeben werden mussten. Dann gab es ein letztes Mal Frühstück und dann ging es mitsamt dem Gepäck zum Bus, der uns nach La Guardia brachte. Gepäck wurde nach Terminal verladen und immer mehr Leute haben uns verlassen (der Abschied war echt nicht ganz einfach), bis wir nur noch 5 Leute und ein Mitarbeiter waren, die zu Terminal D mussten. Der Mitarbeiter hat uns allen dann beim einchecken (mein Koffer war immer noch nur 45 pounds) geholfen und sich dann auch verabschiedet. Die Security Control war echt nett, weil man nicht einmal was aus dem Koffer rausnehmen musste und auch die Passkontrolle war jetzt nicht irgendwie fies oder so :). Dann sind wir zum Terminal gegangen und haben bemerkt, dass es einfach nur winzig ist. Ganze 11 Gates hat das gute Terminal D in La Guarida nämlich... Viel zu wenig Zeug gab es da, als dass man da mehr als sechs Stunden (in meinem Fall zumindest) verbringen könnte. Allerdings kann man von da aus problemlos zu Terminal C gehen, von dem wir wussten, dass da alle Tennessee/Georgia/Arizona-Leute (und das waren glaube ich 18) sein würden. Also haben wir uns auf den Weg gemacht und da alle die gelben T-Shirts tragen mussten haben wir sie schnell gefunden. Also haben wir ein paar Stunden mit reden/essen/Karten spielen verbracht, bis uns schon wieder alle verlassen haben... Dann sind wir zurück zu Terminal D und haben herausgefunden, dass Elins Flug nach Kansas City gecancelled worden war (ich hatte sowas von die Déjà-Vu Situation...). Also bei STS angerufen, die ihr gesagt haben, sie solle den Flug am Deltaschalter umbuchen lassen. Gesagt, getan... Das Problem war nur ein wenig, dass Kansas City recht klein ist, und der nächste Flug erst am nächsten Tag ging. Also ist sie wieder zurück zum College. Und schwupps, da warens nur noch vier. Davon mussten immerhin drei (mich inklusive) nach Indy. Also haben wir noch ein wenig mehr gewartet und irgendwann sind wir dann zum Gate gegangen und konnten einsteigen. Das Handgepäck von mir und Isabel (mit ihr war ich schon nach JFK geflogen) wurde auch noch verladen, weil das kleine Flugzeug nunmal wirklich voll ausgebucht war. Francesco, ein italienischer ATS an meiner Schule musste sogar über Washington DC fliegen, weil er keinen Platz mehr hatte...

Wir sind also einmal mehr mit deutlicher Verspätung gestartet und ich hatte wie geplant den Fensterplatz und Isabel sass neben mir, was natürlich auch nicht schlecht war. Der Flug war nicht besonders lange und wir sind nie wirklich hoch gestiegen, weshalb wir die ganze Zeit einen tollen Ausblick hatten :)

Das müsste Pennsylvania gewesen sein
Vermutlich Ohio oder schon Indiana
Das ist irgendein östlicher Vorort von Indianapolis
Über Indianapolis, im Hintergrund kann man ein paar Hochhäuser sehen, wenn man genau hinschaut (seht ihr wie süss der Flügel ist?)
Uuuuunnnd gelandet :)

Was seither alles geschehen ist, schildere ich ein anderes Mal, der Post ist ja schon genug lang :)

Ganz liebe Grüsse
Lara

Samstag, 1. August 2015

"Das Chaos" Part II

Weiter geht's... Ich werde das wie auch das andere viel später hochladen, als ich eigentlich wollte, aber wir haben hier in New Rochelle kein WiFi und ich will ein wenig sparen, so datentechnisch ;). Wir haben nämlich schon Freitag morgen (es ist grade 0:28) und ich kann irgendwie noch nicht schlafen wegen viiieeel zu heiss im Zimmer und so...

Im letzten Post sind wir ja irgendwo kurz nach Irland gewesen, aber bis man wirklich definitiv in den USA ist geht es natürlich noch eine ganze Weile länger... Nachdem ich den letzten Post fertiggeschrieben hatte bin ich nämlich auf die glorreiche Idee gekommen, das Mädchen ein paar Reihen hinter mir zu besuchen, damit die Zeit schneller vorbeigeht. Und das hat funktioniert... Plötzlich war ich schon fast 90 Minuten bei ihr und uns war nicht mehr langweilig :). Wir haben sogar Grönland gesehen (als das haben wir das dunkle Etwas am Horizont nach langer Zeit zumindest identifiziert...). Dann wollte sie noch ein wenig schlafen und ich bin zum anderen Mädchen gegangen. Und so war es plötzlich nur noch eine Stunde bis zur Landung und ich habe beschlossen, sie ein wenig alleine zu lassen und an meinen Platz zu sitzen. Kaum war ich angekommen gab es wieder mal was zu Essen. Gleich nachdem wir die Kanadische Grenze überquert hatten jnd dann über Maine waren hatte ich das erste Chicken-Cheese-Sandwich mit Honigsenf meines Lebens, aber es hat echt gut geschmeckt :). Dazu gab es ein unglaublich süsses Eis 

Danach bin ich wieder zurück zu der anderen ATS, aber wirklich lange geblieben bin ich nicht, weil das Flugzeug zum Landeanflug angesetzt hatte. Zwar hiess es, die Landung wäre in 30min, aber das Flugzeug verlor relativ schnell an Höhe. Irgendwann hat es dann aber knapp unter der Wolkendecke aufgehört zu sinken und die Aussicht auf Long Island war einfach nur wunderschön. Ich denke Bilder sagen mehr als Worte :)


Das erste Bisschen Land, das man wirklich sehen 


Ich habe JFK gesichtet!
konnte:


Mit nur 40 Minuten Verspätung sind wir gelandet! 

Danach hiess es, zum ersten Mal amerikanischen Grund auf dem Amerikanischen Kontinent zu betreten. Die Freude währte aber nur kurz, weil wir schon bald die scheinbar sehr lange Schlange an der Immigration gesichtet haben. War dann aber gar nicht schlimm und man ist sehr schnell drangekommen. Die erste ATS war auch schnell durch, ich war am selben Schalter nach ihr dran. 

Zuerst war auch alles total normal und sie hat einen Stempel auf meine Zolldeklaration gemacht, aber als sie zum Eineisezeugs kam hat natürlich wieder was nicht geklappt und das Chaos ging weiter...
Sie hat mich nach Schulanfang gefragt und ich habe wahrheitsgetreu 5.8. geantwortet. Blöd nur, dass auf meinem DS-2019 was anderes stand (was eigentlich auch ziemlich normal ist). Ich habe ihr das dann auch gesagt und sie wollte zumindest überprüfen, ob ich die Wahrheit sage. Inzwischen war ich schon ein wenig nervös, weil die Officers da nicht so lustige Typen sind... Sie hat mich dann nach dem Namen der Schule gefragt und ich habe geantwortet. Nur blöd, dass ich den Namen bisher immer falsch ausgesprochen habe -.-... Nachdem ich es noch dreimal buchstabiert habe, hat sie mir dann geglaubt, Fingerabdrücke genommen und mich durchgelassen. Vermutlich vor allem, weil sie Feierabend hatte, hat sie die dritte ohn irgendwelche Fragen auch noch durchgelassen, als ich gesagt hatte, dass sie zu uns gehört...

Dann gings zur Baggage Claim und wir haben ein paar Minuten gewartet, und dann das Gepäck bekommen. Dann gings zum Zoll, was vermutlich die simpelste Sache in meinem gesamten Leben war :). Haben einfach Zettel genommen und drurchgewinkt... Dann ging es durch die Tür und da haben schon zwei Leute vom STS Staff auf uns gewartet. Und ab hier begann unser Abenteuer in New York...







Ein Chaos, das sich Hinflug nennen will

Hallo meine Lieben,

Diesen Beitrag hier schreibe ich aus dem Flugzeug nach JFK (im Moment bin ich irgendwo über dem Atlantik, einigermassen in der Nähe von Irland), aber es ist eine wirklich lange Geschichte, bis wir zu diesem Punkt kommen...

Aber vorweg: Am Sonntag war ja meine Abschiedsparty und wie erwartet hatten wir vieeel zu viel Essen... Hat aber auf jeden Fall Spass gemacht und die letzten sind dann um 1:15 auch gegangen. Einigr Leute haben übertriebene Geschenke mitgebracht (wir reden von 230 zusätzlichen Dollarn, Schokolade und vieelen Karten). Es wäre wirklich nicht nötig gewesen, aber gefreut habe ich mich trotzdem :). 

Am Sonntag Abdend war ich dann endgültig bereit zur Abreise; Koffern endgültig fertig gepackt (wiegt inzwischen 20.6kg), Boarding Pässe ausgedruckt und Klamotten für den nächsten Tag rausgelegt. Heute nach etwa 1.5h Schlaf hat dann der Wecker um 3 geklingelt und kurz vor vier haben wir uns nach einem Stück Pizza vom Vorabend auf den Weg zum Flughafen gemacht. Und ganz ehrlich, ich war überhaupt kein bisschen mehr nervös. 

Doch kaum am Flughafen angekommen kam die erste unerwartete und denkbar ungewünschte Nachricht... Auf der Anzeigetafel steht beim Flug nach London Heathrow rot und fett cancelled. Erst einmal so gedacht, ja scheisse was jetzt. Dann haben wir uns wieder einigermassen gefasst und sind zum Check-In Schalter von British Airways gegangen. Dort wurde uns bestätigt, dass der Flug annulliert worden war. Anscheinend war die Maschine nicht voll ausgebucht und Heathrow hoffnungslos überlastet. Dann hat der junge Herr am Schalter etwa 10 Minuten telefoniert, um uns drei Mädchen in einem anderen Flugzeug unterzubringen. 

Schliesslich verkündet er: Ich habe ihre Flüge auf den Delta-Flug direkt nach JFK umgebucht (klang ja erst einmal gar nicht schlecht, weil sooo scharf war ich jetzt nicht aufs Umsteigen...). Aber dann: Der Flug geht um 13:40. Alternativen gibt es heute keine. 

Will heissen, dass der Flug einfach mal so 6h und 40min später ist. Nachhause wollten wir nicht wirklich, weil es sich doch fast nicht gelohnt hätte und es wäre halt auch irgendwie komisch gewesen, weil ich das Haus ja in der Erwartung, erst in zehn Monaten wiederzukommen verlassen hatte. Also sind wir geblieben. Und haben gewartet und gewartet.... Und noch mehr gewartet. Wir waren um 4:40 am Flughafen angekommen und der Flug ging dann 9 Stunden später. Will heissen dass wir viiieeel Zeit hatten. VIEL... Aber wir habens mit Humor genommen :). Das eine Mädchen hat ziemlich bald mal unserem Gruppenleiter, der uns in London hätte aufsammeln sollen geschrieben und ihn informiert, dass wir nicht kommen würden. Irgendwann am Morgen ging dann noch eine andere Delta-Maschine (nach Atlanta) sodass wir zumindest schon mal das Gepäck einchecken sollte. Das hat auch wieder Ewigkeiten gedauert, weil man jedem erklären musste, wieso man mit nem British Airways Ticket bei Delta ansteht und dass dann eben der Flug umgebucht wurde. Bevor man überhaupt erst zum Schalter kam, musste man natürlich erst noch an so einer Security Frau durch, die Fragen gestellt hat. Aber die war sehr nett und hatte Mitleid mit mir, sodass meine Eltern dann doch mit zum Schalter durften (ich habe ja null Ahnung, was man da tun soll und so...). 

Das war dann auch gemacht und inzwischen war es etwa 8 Uhr. Also habe ich kurz bei STS angerufen, einfach um zu sagen, dass alles in Ordnung ist und dass zwei von drei (die dritte ist wieder nach Hause) schon das Gepäck eingecheckt hätten. Ich denke, STS hatten die Sotuation voll im Griff und es war alles schon organisiert und jemand würde uns in NY dann abholen kommen, weil wir später als der Rest ankommen.

Dann haben wir uns auf eine Bank gesetzt und erst einmal etwa zwei Stunden den Check In Schalter von Swiss beobachtet. War eigentlich sogar erstaunlich interessant. Ich mag Flughäfen :). Dann hatten wir Hunger und haben uns ein paar überteuerte Sandwiches gekauft. Zu der Zeit hätte ich schon längst in London sein sollen... 
Dann wurde nochmal eine Runde durch den Flughafen gedreht und wir haben uns auf eine freie Bank vor dem Delta Schalter gesetzt und so geschaut, was für Leute sonst noch so auf dem Flug sind. Da war zum Beispiel eine grosse Gruppe Amerikanischer Jugendlicher, die nach meinem Verständnis irgendwelche Freiwilligenprigramme in Deutschland gemacht hatten. Die waren eigentlich ganz interessant und wir konnten zusehen, wie mein Flug von der Mitte der vierten Anzeigetafel langsam zur dritten wanderte. 
Dann haben wir vereinbart, dass ich durch dieses Schleusending gehen würde, sobald mein Flug auf der zweiten Tafel wäre. Ich bin ja noch nie wirklich geflogen und wollte einfach auf jeden Fall genug Zeit haben. 

Eineinhalb Stunden vor Abflug hiess es dann Abschied nehmen. Und ehrlich ist mir das leichter gefallen als gedacht. Es war schon irgendwie traurig, aber ich glaube, dadurch dass ich einen halben Tag am Flughafen verbracht habe, war ich auch gar nicht mehr nervös und so. Und die Traurigkeit war auch schnell vergessen. Spätestens nach der Security Dingsda überwog die Vorfreude. Die Frau da war zwar wirklich fies, aber das war mir auch ziemlich egal. Meisterhaft habe ich also meinen Weg durch die Passkontrolle und mit dieser Komischen U-Bahn uu Gate E beschritten und mich zu meinem Gate gesetzt, wo aber erst einmal sämtliche Sitzplätze von den amerikanischen Jugendlichen in den blauen T-Shirts besetzt waren. 

Irgendwann habe ich die anderen Beiden dann auch gefunden, und dann hiess es schon eingestiegen. Die Bestuhlung im Flugzeug ist 2-3-2 und ich sitze auf der rechten Seite am Gang, aber weil das Flugzeug total leer ist habe ich auch den Fensterplatz für mich, was natürlich seeehhr cool ist, weil ich so richtig viel Platz habe und rausschauen kann. Ich sitze gleich über dem Flügel, in der Reihe hinter den Notausgang. Leider sind wir drei Mädchen über den gesamten Flieger verteilt, obwohl es an mehreren Orten noch drei freie Plätze nebeneinander gibt (das Ding ist echt leer...). Aber ich will mich ja nicht beschweren :). Immerhin haben wir alle drei ie zwei Plätze... Und ausserdem gibt es im gesamten Flugzeug kein einziges schreiendes Kind oder sonstige ärgerliche Fluggäste. Ist echt nett so :)

Jedenfalls, wir durften etwa um 13:25 einsteigen und wir haben uns ganz hinten angestellt, weil wir so noch ein wenig am Gate rumhocken konnten und die Schlange doch relativ lang war. Irgendwann sind wir eingestiegen und zu unseren Plätzen. Und dann hiess es wieder warten und warten und warten und warten 

So sah mein Ausblick da aus, ich hatte viiieel Zeit, um dieses Foto zu schiessen, denn irgendwie bekamen wir einfach keine Starterlaubnis... Will heissen: So abgedockt haben wir erst etwa am 14:30 (flieger wäre ja um 13:40 abgeflogen). Und dann standen wir auch noch ne ganze Weile auf dem Rollfeld. Aber die Stunde mehr oder weniger kam ja jetzt auch nicht mehr draufan... Bis ich herausgefunden habe, dass man die Klimaanlage ausschalten kann, habe ich mir zwar trotz warmen Hoodie und Flauschsocken den Arsch abgefroren, aber irgendwann konnte ich das rote Etwas, das auf meinem Sitz gewesen war als Decke identlifizieren und die ist aug echt erstaunlich warm, also gehts voll. Als wir dann nach ewigen Zeiten endlich so diese Kurve machten und losgerollt sind, war ich so erleichtert, dass ich glatt vergessen hatte, nervös zu sein ;). Hätte aber sowieso nichts gebracht, denn wie ich in den letzten 4.5 Stunden eingehend geprüft habe, fliegr ich wirklich gerne :). Den etwas wackeligen Start mochte ich wirklich, was eigentluch komisch ist, weil ich höllische Höhenangst habe. Aber ich sehe das jetzt eher als Vorteil für mich :). 

Als wir so knapp über Frankreich waren gabs auch schon einen Becher Wasser (konnte mich nicht für was entscheiden aufgrund mangelnden Wissens über die Auswahl. Ausserdem traue ich meinem Englisch nicht ganz, obwohl ich weiss, dass es gut ist... 
So sah das dann aus. 

Wir sind dann eben weitergeflogen und als wir grade über dem Ärmelkanal waren, kam dann auch das Mittagessen. Ich hatte da jetzt eigentlich nicht allzu grosse Erwartungen und war positiv überrascht. Es war durchaus essbar :). 
Ich hatte mich für das Menü mit Pasta entschieden. Dabei war noch ein Brötchen, Butter, Salat, Salatsauce, so Salzcracker, ein Stück Käse, ein wenig Salz znd Pfeffer und so Ingwerkekse, die zu meiner eigenen Überraschung wirklich gut geschmeckt haben :) 
Das war die Pasta, so nebenbei :) 

Ich habe angefangen, mir einen Film anzuschauen, aber irgendwann bin ich eingeschlafen und habe dann aufgegeben und mich ans Fenster gesetzt, damit ich mich ein wenig anlehnen kann. Als wir grade so den letzten Zipfel Irland überschritten haben bin ich dann aber wieder aufgewacht (ich habe also nur etwa 20 min geschlafen). Jetzt bin ich nicht mehr müde, obwohl ich schon seit mehr als 15 Stunden wach bin und davor kaum geschlafen habe. Aber wach werde ich vermutlich noch länger sein, weil wir ja irgendwann am späten Nachmittag in NY ankommen. Mal sehen... 

Ich glaube das war es bisher auch schon ziemlich :). Ich lade den Post hoch, wenn ich mal Zeit und Internet habe. Dauert vermutlich noch ein paar Stunden, weil ich erst hier bin: 

Ganz liebe Grüsse
Lara