Montag, 3. August 2015

New York, New York...

Hallihallo meine Lieben :)

Ich weiss, es ist vielleicht schon ein wenig spät und ich bin schon seit Freitag bei der Gastfamilie, aber es ist ja nicht so, als hätte ich nichts zu tun... Einmal vorweg: Mir gefällt es hier einfach nur super gut und auch mit der Familie läuft es super. Aber das soll eigentlich nicht Thema dieses Posts sein ;). 

Viel mehr will ich euch von den absolut fantastischen fünf Tagen, die ich mit 29 anderen ATS in NY verbracht habe erzählen. Also:
Ich habe im letzten Post erwähnt, dass am Flughafen schon zwei STS-Mitarbeiter gewartet haben, um uns abzuholen. Wir sind ihnen also brav und hundemüde hinterhergetrottet (die Hitze New Yorks hat uns ein wenig umgehauen, als wir den klimatisierten Flughafen verlassen haben...) und unser Gepäck in einen Mini-Van geladen. Dann wurden wir mit lauter Musik nach New Rochelle gefahren. Auf dem Weg konnte man schon einmal einen echt guten Blick auf Manhatten erhaschen und wir haben eigentlich die gesamte Bronx durchquert, da New Rochelle relativ nördlich gelegen ist. Irgendwann sind wir dann in eine wirklich nette Wohngegend mit vielen hübschen Einfamilienäusern gekommen und da war dann auch das College 
New Rochelle ist ein relativ kleines, katholischen Mädchencollege, das 1908 gebaut wurde. Meiner Meinung nach ist es einfach nur wunderschön gewesen :)

Da wir natürlich die letzten gewesen sind gabs gleich Abendessen und irgendwie wurden wir ein wenig angestarrt, aber das Essen war wirklich gut (die ganze Woche über immer nur lecker gewesen). Und weil STS verhindern wollte, dass wir allzusehr an unserem Jetlag leiden haben sie uns grausamerweise noch bis 22:00 mit einer kurzem Einführung und einem Quiz wachgehalten. Ich habe dann auch meine Zimmergenossin, Janiinna aus Finnland, kennengelernt und die war echt nett. Dann durften wir ins Bett und weil alle so todmüde waren sind wir glaube ich alle sehr schnell eingeschlafen. 

Die ganze Woche über waren wir in zwei Teams mit je einem Leiter eingeteilt (Supermens (Rechtschreibfehler absichtlich!) und Wildcats), die dann gegeneinander antreten mussten. Ich war bei den Wildcats und ich muss ganz ehrlich zugeben, dass der Sieg der Supermens mehr als nur eindeutig war...

An Tag 2 gabs am 7:30 Frühstück, eine Stunde später ging das eigentliche Programm los. Am Morgen hatten wir Unterricht in den Gruppen und es ging grösstenteils darum, einander gegenseitig besser kennenzulernen und wie man als ATS mit Erwartungen umgehen sollte. Nach dem Mittagessen gab es dann Sport, alle Disziplinen wurden jeweils von einer Amerikanerin unterrichtet. Man bemerke dabei, dass es in NY etwa 30 Grad im Schatten war... Zuerst gab es Cheerleading. Ich war scheisse und wirklich gefallen hat es mir auch nicht. Ich werde definitiv kein Cheerleader werden (also ob ich das nicht schon vorher gewusst hätte...). Dann sind wir aus der kühlen Sporthalle raus zum Softballfeld und spielen war angesagt. Und wie soll ich sagen... Ich war grausam, aber hat mir Spass gemacht :). Danach gings zurück in die Sporthalle und wir haben American Football gespielt. Das hat mir unglaublich viel Spass gemacht, aber ich glaube gegen die Jungs hätte ich keine Chance...

Am Abend gabs dann Treasure Hunt, wo die beiden Teams einmal mehr gegeneinander antreten mussten (Wildcats haben einmal mehr verloren...). Da gab es so verschiedene Aufgaben, die man lösen musste und dafür gabs Punkte. Die meisten davon waren ziemlich lächerlich und haben glaube ich vor allem der Belustigung der Leiter gedient, aber wir hatten auf jeden Fall auch Spass :). Meine Darbietung der Amerikanischen Nationalhymne (sonst hat niemand wirklich den Text gewusst) war auf jeden Fall sehenswert...

An Tag 3 gab es am Morgen wieder Unterricht (es ging um die Manhattan-Trips. Wir mussten auch Gruppen à mindestens 4 Leuten bilden. In unserer waren dann einfach mal so 12, aber egal...) und dann war eine Amerikanische Collegestudentin eingeladen, der wir alle möglichen Fragen stellen konnten. Das war echt interessant. 
Danach hatten wir eine halbe Stunde um unsere Sachen zu packen (die meisten, mich inklusive, haben den gelben STS Rucksack genommen) und wir konnten eine Papiertüte voller Essen schnappen und in einen Bus steigen, der uns runter nach Manhatten brachte. Und oh man, ich habe begonnen, die Qualität schweizer Strassen zu wertschätzen. War nämlich sehr ruckelig. Zuerst sind wir eine ganze Weile durch die Bronx gefahren, aber irgendwann hatten wir es dann bis nach Harlem geschafft. Weiter ging es westlich vom Central Park, wo wir dann unseren ersten Stopp bei den Strawberry Fields gemacht haben. Für die, die nicht wissen, was das ist: Da ist das berühmte John Lennon Denkmal. Dann gab es einen kurzen Spaziergang durch den Central Park (der ist einfach nur gigantisch) und ein zweites Gruppenfoto

Dann sind wir wieder in den Bus eingestiegen und runter bis zum Financial District gefahren, wo wir uns Ground Zero angesehen haben. Ich finde, dass es mit diesen beiden "Löchern" im Boden wirklich gut gemacht ist und ist schon eindrücklich gewesen. Ausserdem ist man ja gleich neben dem Freedom Tower und der ist soooo viel höher als alles andere, was ich in meinem bisherigen Leben gesehen habe...
Dann sind wir wieder in den Bus eingstiegen und Richtung Norden gefahren, wo wir an der Ecke Houston Street/Broadway augeladen wurden. Danach folgte der beste Teil: Vier Stunden Freizeit in SOHO/NOHO und teilen von Greenwhich Village. Weil es so heiss war, sind wir erst einmal zu zwölft zum nächsten Starbucks gerannt (die sind in NYC einfach ÜBERALL!) und haben was kühles zu trinken gekauft. Dann haben wir beschlossen, unsere Gruppe zu halbieren, weil die einen eher die Stadt anschauen und die anderen eher shoppen gehen wollten. Ich habe mich kurzerhand den Shoppinggruppe angeschlossen. So sind wir dann auch den Rest der Zeit geblieben. Das shoppen haben wir eigentlich ziemlich schnell wieder aufegegeben und haben angefangen, einfach ein wenig rumzulaufen. Ein paar Bilder:
Washington Square
Meine Gruppe :)
Freedom Tower gesichtet
Komisches Haus mit komischen blauen Dingern...
Sonnenuntergang auf dem Rückweg

Irgendwann sind wir dann wieder in New Rochelle angekommen und am Abend gab es eigentlich kein grosses Programm mehr. Jeder hat noch einmal einzeln mit seinem Leiter geredet und wir haben unten in der Lobby Karten gespielt. Aus irgendeinem Grund haben wir die Jungs dann dazu gebracht, Kleider anzuziehen und das war wirklich lustig... Dann haben wir noch ein wenig gepackt und sind ins Bett gegangen. Diese Nacht war eigentlich auch der einzige wirklich unschöne Part des ganzen Camps, weil unser Zimmer war einss der wenigen ohne Ventilator, was die ganze Sache nicht besser gemacht hat. Falls man jemals im Sommer in NYC war, weiss man, wie heiss und feucht es da werden kann und weil wir ein sehr kleines Zimmer ohne grosse Fenster hatten, hat sich der Raum in "Little Florida" verwandelt. Man hat vor Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit kaum noch Luft gekriegt und von Schlafen war gar nicht erst die Rede. Um 2:00 morgens war es uns dann definitiv genug des Guten und wir haben uns kurzerhand Kissen uns Laken geschnappt und sind auf die Sofas im Gemeinschaftsraum gezogen, wo es eine Klimaanlage gab. Dass diese einen ziemlichen Lärm gemacht hat und das Licht nonstop an war, hat mich dann auch nicht mehr gross gestört...

Hier haben wir dann übernachtet...

Tag 4 war dann ziemlich chaotisch, weil man am Morgen eigentlich schon ziemlich fertig packen musste. Am 8:00 stand dann auch schon American History Class auf dem Programm. Klingt scheusslich, war es aber nicht :). Der Lehrer hiess Mr Kenny und war ein "richtiger" amerikanischer High School Lehrer. Und der Typ war echt wirklich lustig und seine Darbietung der Nationalhymne viiiiieeeel besser als meine. Meine Güte, der Typ kann singen... Und nach 2 Stunden und 200 Jahren in der Geschichte mussten wir auch schon wieder Abschied von diesem wundervollen Menschen nehmen. Am Nachmittag hiess es dann wieder: Ab nach Manhattan (dieses mal mit dem Zug). Und nachdem wir in der Grand Central Station angekommen waren haben sie uns zum Times Square gebracht worden waren, hat es angefangen zu schütten wie aus Eimern und einfach nicht mehr aufgehört... Niemand war darauf vorbereitet und nach 30 Sekunden war man eigentlich komplett durchnässt. 

Es hat nicht lange gedauert, bis alle Handys aufgrund von Flutwarnungen geklingelt haben. Eigentlich wollten wir aufs Rockefeller Center, aber weil wir eh nichts gesehen hätten haben wir es dann gelassen. 

An dem Tag waren wir zu acht. Wir haben uns dann wieder aufgeteilt und vier sind ins Museum of Modern Art und wir anderen vier wollten wieder shoppen gehen. Dieses Mal habe ich sogar etwas gekauft! Wir sind in der 5th Avenue ein wenig rumgelaufen, aber dann wurde der Regen wieder stärker und wir sind zu McDonalds geflüchtet... Dort haben wir uns wieder mit den anderen getroffen und als es nicht mehr wirklich geregnet hat (wir waren immer noch alle pitschnass) sind wir zurück zum Times Square, um ein paar Fotos zu machen.

Die zwei Gruppenleiterinnen, die ich nur auf diesem Foto habe :)

Weiter ging es dann zu Subway, wo wir alle ein Sandwich, Wasser und Cookies ausgehändigt bekommen haben und voll beladen ging es durch halb Manhattan bis zum Hudson River, wo wir alle ein grosses Boot betreten haben. Meine Füsse waren inzwischen nur so von Blasen übersäht (ich habe herausgefunden, dass meine Schuel WIRKLICH unbequem sind, wenn sie nass werden...). Dann ging es auf eine Rundfahrt. Ich glaube, das war so ziemlich der beste Teil am Camp. Eine Bootsrundfahrt mit Sonnenuntergang :). Und weil Bilder mehr sagen als Worte:

Dann war es leider auch schon wieder vorbei und wir sind zurück zum Times Square gelaufen, wobei die ganze Gruppe einen Stopp einlegen musste, weil ich bei Walgreens Socken und Pflaster kaufen gehen musste. Sorry for that... Dann sind wir noch einmal eine halbe Stunde am Times Square geblieben und haben Fotos gemacht. 

Dann ging es zurück zur Grand Central Station, wo wir nochmals Fotos gemacht haben und dann auf unseren Zug gegangen sind. 



Wir sind dann ziemlich spät in der Nacht wieder am Campus angekommen und haben noch ein kleines bisschen gepackt und sind dann ins Bett. Am nächsten Tag hiess es dann früh aufstehen, weildie  Zimmer um 7:20 leer sein und alle Schlüssel abgegeben werden mussten. Dann gab es ein letztes Mal Frühstück und dann ging es mitsamt dem Gepäck zum Bus, der uns nach La Guardia brachte. Gepäck wurde nach Terminal verladen und immer mehr Leute haben uns verlassen (der Abschied war echt nicht ganz einfach), bis wir nur noch 5 Leute und ein Mitarbeiter waren, die zu Terminal D mussten. Der Mitarbeiter hat uns allen dann beim einchecken (mein Koffer war immer noch nur 45 pounds) geholfen und sich dann auch verabschiedet. Die Security Control war echt nett, weil man nicht einmal was aus dem Koffer rausnehmen musste und auch die Passkontrolle war jetzt nicht irgendwie fies oder so :). Dann sind wir zum Terminal gegangen und haben bemerkt, dass es einfach nur winzig ist. Ganze 11 Gates hat das gute Terminal D in La Guarida nämlich... Viel zu wenig Zeug gab es da, als dass man da mehr als sechs Stunden (in meinem Fall zumindest) verbringen könnte. Allerdings kann man von da aus problemlos zu Terminal C gehen, von dem wir wussten, dass da alle Tennessee/Georgia/Arizona-Leute (und das waren glaube ich 18) sein würden. Also haben wir uns auf den Weg gemacht und da alle die gelben T-Shirts tragen mussten haben wir sie schnell gefunden. Also haben wir ein paar Stunden mit reden/essen/Karten spielen verbracht, bis uns schon wieder alle verlassen haben... Dann sind wir zurück zu Terminal D und haben herausgefunden, dass Elins Flug nach Kansas City gecancelled worden war (ich hatte sowas von die Déjà-Vu Situation...). Also bei STS angerufen, die ihr gesagt haben, sie solle den Flug am Deltaschalter umbuchen lassen. Gesagt, getan... Das Problem war nur ein wenig, dass Kansas City recht klein ist, und der nächste Flug erst am nächsten Tag ging. Also ist sie wieder zurück zum College. Und schwupps, da warens nur noch vier. Davon mussten immerhin drei (mich inklusive) nach Indy. Also haben wir noch ein wenig mehr gewartet und irgendwann sind wir dann zum Gate gegangen und konnten einsteigen. Das Handgepäck von mir und Isabel (mit ihr war ich schon nach JFK geflogen) wurde auch noch verladen, weil das kleine Flugzeug nunmal wirklich voll ausgebucht war. Francesco, ein italienischer ATS an meiner Schule musste sogar über Washington DC fliegen, weil er keinen Platz mehr hatte...

Wir sind also einmal mehr mit deutlicher Verspätung gestartet und ich hatte wie geplant den Fensterplatz und Isabel sass neben mir, was natürlich auch nicht schlecht war. Der Flug war nicht besonders lange und wir sind nie wirklich hoch gestiegen, weshalb wir die ganze Zeit einen tollen Ausblick hatten :)

Das müsste Pennsylvania gewesen sein
Vermutlich Ohio oder schon Indiana
Das ist irgendein östlicher Vorort von Indianapolis
Über Indianapolis, im Hintergrund kann man ein paar Hochhäuser sehen, wenn man genau hinschaut (seht ihr wie süss der Flügel ist?)
Uuuuunnnd gelandet :)

Was seither alles geschehen ist, schildere ich ein anderes Mal, der Post ist ja schon genug lang :)

Ganz liebe Grüsse
Lara

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