Freitag, 4. Juli 2014

Sommerferien, neuer Stundenplan, etc.

Hallo zusammen
Heute war der letzte Schultag, also kann man die logische Schlussfolgerung, dass ich jetzt Sommerferien habe, daraus ziehen. 

Wirklich Schule war es heute wieder einmal nicht (eigentlich waren über die ganze Woche verteilt nur etwa vier Lektionen wirklich "Schule"). Durch die Woche hinweg haben wir fünf Filme geguckt, drei Mal Eis gegessen, viiieeele Spiele gespielt und uns mit den Lehrern unterhalten. Heute waren wir am See, haben dort gefrühstückt, und sind danach mit der Stadtbahn in die nächste Stadt (gilt zwar offiziell als Stadt, ist aber ein absolutes Kaff) gefahren und haben Minigolf gespielt, und die Zeugnisse gekriegt. 

Im Schnitt habe ich eine 5.04 (ACHTUNG: Im Schweizerischen System —> 6=Bestnote, 5=immer noch mehr als gut, 4=knapp genügend, 3=ungenügend, 2=schwach, 1=sehr schwach). Das ist ziemlich massiv über dem Jahrgangsdurchschnitt (4.47), und ich bin dementsprechend zufrieden damit. 

Ausserdem haben wir die Stundenpläne für nächstes Jahr bekommen. Ich kann nur sagen – was für eine Scheisse ist das denn?! 
Zweimal bis viertel vor fünf, Freitags bis halb sechs, Montag Nachmittag frei und jede zweite Woche erst um halb zehn Schule... An einem Nahmittag Chemie, Physik, Algebra und Informatik – ich meine, ok? Was läuft falsch mit meinem Leben...?
Immerhin habe ich zwei Mal drei Stunden Mittag (ist der Standart, aber hatte ich dieses Jahr eben nicht). Und der selbst ist eigentlich auch zu lange.  

Ich werde es bestimmt überleben. Wenn nicht wäre ja schon etwas traurig. 

Was auch etwas (mehr) traurig ist, ist dass die Austauschjahrsplanung immer noch auf Eis liegt, wegen der Operation und damit verbundenen Zeitengpässen, und einem schlechten Gewissen, dass das so viel kosten wird, dass ich meinen Eltern nicht auch noch grosse Teile der Kosten eines Austauschjahres aufbürden kann. Tja... Im Moment läuft nichts wirklich rund, und ich versuche mich irgendwie darauf einzustellen, dass die Sache mit Amerika wahrscheinlich nicht klappen wird – wie immer... Es ist echt blöd  und ich rege mich Ungeheuer darüber auf, dass wieder mal alles anders läuft, als ich es gerne hätte. So ist das Leben – ändern kann ich es sowieso nicht, also versuche ich es gar nicht erst, alles ändern zu wollen. 

Mittwoch, 25. Juni 2014

Es kommt, wie es kommen musste... Lara wird operiert -.-

Hallo alle zusammen
Ich bin es schon wieder, und ich habe sogar den versprochenen Bericht über den Arzttermin in Zürich im Gepäck. Ich erzähle euch jetzt einmal chronologisch, was heute alles so passiert ist. 

Also:
- 6:20 — Ich stehe auf, gehe Duschen, esse Frühstück etc. 
- 7:30 — wir fahren (wie immer viel zu früh) los, weil wir auf keinen Fall zu spät kommen wollen, und wir uns nicht sicher sind, wie es mit dem Berufsverkehr aussieht. Der Termin ist um 9:00
- 8:25 — wir erreichen die Klinik, melden uns an, und setzen uns ins Wartezimmer
- 9:05 – der Arzt (er ist leitender Oberarzt der Kinder- und Jugendorthopädie) holt uns ab und führt uns ins Untersuchungszimmer

Was dann passiert:
- Er lässt mich zur Tür und wieder zurücklaufen
- Er lässt mich mit so weit wie nur möglich nach aussen gedrehten Füssen laufen (so, dass meine Knie grade sind)
- Er testet, wie weit meine Hüfte rotieren kann
- Er stellt mir verschiedenste Fragen (seit wann?, was ist mit Sport?, wo und wie tut es weh?, etc.)

Wa er dazu sagt (es war ca. 9:40):
"Ich denke, man sollte das schon operieren lassen, denn der Winkel zwischen den Füssen, wenn sie so gestellt sind, dass die Knie nach vorne zeigen, beträgt ungefähr 100 Grad. Normal sind etwa 20 Grad. 

Gerade auch, wenn du jetzt schon Schmerzen hast, und sagst, dass es immer schlimmer wird. Das Problem liegt in deinen Unterschenkeln. Die Schien- und Wadenbeine sind dort nach aussen gedreht. Das ist eine angeborene Fehlstellung, die meistens schon im ersten Trimester der Schwangerschaft entsteht. 

Bei der Operation würden alle diese vier Knochen durchtrennt werden, dann dreht man sie, und schraubt sie mit  Schrauben und Platten zusammen. 

Du kannst wählen, ob du beide Beine gleichzeitig oder nacheinander operieren lassen willst. Bei Ersterem würdest du für ungefähr 5 Wochen fest im Rollstuhl sitzen, bei Letzterem wären es pro Bein etwa 5 Wochen an Krücken. Das ist eine persönliche Entscheidung. 

Natürlich zwingen wir dich nicht, diese Operation zu machen. Wenn du denkst, dass es dir das nicht wert ist, kannst du natürlich auch so weitermachen wie bisher. Wir empfehlen das aber nicht."

- 9:45 — der Arzt will noch eine Röntgenaufnahme von meiner Hüfte, da er Probleme dort ausschliessen will. Wir rennen also durch das ganze Krankenhaus und warten, bis ich drankomme. 

- 10:10 — ein extrem netter Asiate stellt sich mir vor, und erklärt, dass er mich röntgen wird. Der war echt total nett, und machte die ganze Zeit Witze. Er schickt mich zurück ans andere Ende des Krankenhauses. 

- 10:30 — wir sind wieder beim anderen Arzt, und er schaut mit uns die Röntgenbilder an (zum Glück alles total ok – die Hüftpfannen gehen zwar aussen etwas zu weit nach unten, das ist aber eigentlich kein Problem) und erklärt uns alles noch einmal etwas genauer. Er gibt mir eine Physiotherapieverordnung. Dann meint er, er bräuchte noch ein CT, um den genauen Winkel der Rotationsfehlstellung feststellen zu können. Er sagt, dass das im Krankenhaus nebenan gemacht werden müsste (zu Fuss etwa fünf Minuten), und er einen Termin machen müsste. Wir verabschieden uns

- 11:05 — die Assistentin ruft im anderem Krankenhaus an, um einen Termin für mich zu kriegen. Wir haben total Glück, und es ist gleich um 11:45 einer frei. Dann müssen wir nicht noch einmal nach Zürich fahren. Wir stimmen zu, und die Assistentin erklärt und den Weg

- 11:15 — wir haben einen riesigen Hunger, und weil wir noch mehr als genug Zeit haben, setzen wir uns in ein Café und essen Sandwiches 

- 11:55 — mit zehn Minuten Verspätung werde ich in den Raum gebeten, und bekomme Anweisungen, wie ich mich hinlegen soll etc. Sie kleben meine Füsse mit  Malerklebeband zusammen. Die Ärztin dort meint, wir sollten um halb eins wiederkommen, um die DVD mit den Aufnahmen abzuholen.  

- 12:35 — wir bekommen die DVD, liefern sie in der ersten Klinik ab und fahren nach Hause. 

Das bedeutet
Aus unseren geschätzten 15 Minuten sind dreieinhalb Stunden geworden... Wider meiner Erwartungen muss operiert werden, und ich war nicht nur in einem, sondern gleich in ZWEI Krankenhäusern (das ist irgendwie cool). Der Arzt ist total nett, und ich weiss jetzt, was mit mir falsch läuft. 
Aus irgendeinem Grund fühle ich mich trotz einer Operation, bei der viel Knochen gebrochen werden, irgendwie total entspannt und irgendwie macht es mir auch gar keine Angst. Das ist total gruselig. Ich habe Angst, wenn ich Impfen gehen muss, aber das macht mir nichts aus. Da läuft definitiv was falsch mit mir... Ein wenig Selbstmitleid habe ich natürlich trotzdem :)

Das coolste an der ganzen Sache ist aber immer noch, dass ich meine Beine jetzt auf DVD habe. Das kann nicht jeder von sich behaupten. 
Es ist auch cool, dass ich einen Schlüssel für alle Fahrstühle an meiner Schule bekomme. Dann ist plötzlich jeder dein Freund :). 

Weniger cool ist, dass es ein wenig Zeit braucht, und das Hauptproblem ist, dass es verdammt teuer sein wird. Das gefährdet mein Austauschjahr ein ganzes Stück... Das ist der Teil, der mit am wenigsten gefällt an der ganzen Sache. 

Ich hoffe, ich habe euch nicht zu sehr gelangweilt und ganz liebe Grüsse
Lara


Dienstag, 24. Juni 2014

Noch ein Tag bis zum Termin

Hallo zusammen,
Morgen habe ich meinen Arzttermin in Zürich, und ich bin schon seit einigen Tagen extrem nervös – schliesslich könnte es theoretisch mein Leben ein Stück weit "verändern". Ich halte es zwar für unwahrscheinlich, dass es operiert werden muss, und verdränge es deshalb so gut es geht, aber trotzdem habe ich davor auch ein wenig Angst. Das ist aber meiner Meinung nach auch durchaus verständlich.

Ich kann überhaupt nicht einschätzen, was der Arzt sagen wird, oder wie lange der Termin dauert (wir rechnen mit irgendetwas zwischen 15 Minuten und einer Stunde...) oder was überhaupt überprüft werden wird, also habe ich nicht sehr viel mehr Ahnung als ihr, wie das Morgen laufen wird. Das trägt natürlich auch nicht zu einer totalen Entspanntheit bei :)

Naja, ich werde es überleben. Ich bin froh, dass es überprüft wird, weil ich in letzter Zeit zum Teil kaum noch laufen kann, weil es wirklich wehtut, und ich in der Nacht kaum noch schlafe, weil ich jedesmal aufwache, wenn ich mich ein wenig bewege. Nicht das, was man angenehm nennen würde...

Ausserdem hat das Ganze doch noch etwas Gutes – ich bin morgen für den ganzen Tag offiziell dispensiert. Das ist doch auch mal was. Gerade so kurz vor den Sommerferien kommt so ein freier Tag eigentlich ganz gelegen :)

Ich werde euch so bald wie nur möglich berichten, was der Arzt gesagt hat, und wünsche euch einen schönen Abend
Lara

Samstag, 14. Juni 2014

Kurzer Zwischenbericht

Hallo, ich bin es mal wieder.

Ich weiss, dass es schon wieder lange her ist, aber es ist eben nicht so viel passiert. Jedenfalls nicht wirklich etwas, das die Planung vorangebracht hätte. 
Also:

1) Viele Organisationen haben die neuen Kataloge. Darunter STS und AIFS. Wie ihr wahrscheinlich mitbekommen habt, ist AIFS meine Lieblingsorganisation. Und oh Wunder – sie haben den Preis erhöht -.- ... Da habe ich mich natürlich riesig darüber gefreut. Andererseits – es war zu erwarten und ich bin ja immer noch im Vorteil, da der Euro ja immer noch so niedrig und der Franken immer noch so hoch ist. Vor fünf Jahren, wäre ich definitiv im Nachteil gewesen. 

2) Ich habe eine kurze Planungs-Pause eingelegt, da ich im Moment im ultimativen Prüfungsstress (nächste Woche innerhalb von drei Tagen sieben Prüfungen und Referate...) bin, und mit Lernen und Hausaufgaben überhaupt keine Zeit mehr bleibt. Ausserdem muss man ja noch einigermassen fit bleiben und dabei das Zimmer nicht im Chaos untergehen lassen. Das braucht seine Zeit, und ich denke, ich plane besser in den Sommerferien, wenn ich mehr Zeit und Motivation habe. Im Moment bin ich nämlich dauerübermüdet... 

Ein anderer Grund für die Pause sind meine Beine – ja richtig gelesen, die Beine. Klingt vielleicht speziell, aber es gab da eine Menge Wirbel rum in letzter Zeit. Es ist so dass ich krumme Beine habe. Also so richtig krumm. Meine Beine sind um 40 Grad nach innen gedreht und meine Füsse trotzdem grade, aber abgekippt. Ich hoffe, dass ihr versteht, was ich meine... Jedenfalls hat meine Mutter den Arzt während dem Impfen gefragt, ob es schlimm sei, dass meine Beine krumm sind. 
Der Arzt hat eine Krise geschoben und hat gemeint, er hätte noch nie so krumme Beine gesehen und so. Er hat mich an eine Spezialklinik in Zürich verwiesen und gemeint, dass das vielleicht "operativ begradigt" werden müsste. Der Termin ist in eineinhalb Wochen, und ich will nicht ein Austauschjahr planen, das vielleicht gar nicht so stattfinden wird. Aufgeben werde ich auf jeden Fall nicht. Wahrscheinlich muss es nicht operiert werden und alles läuft nach Plan, und selbst wenn – ich kann es ja auch um ein Jahr verschieben... Ich werde schon sehen. 

3) Ich habe ausgerechnet, wie viel Geld ich mindestens zusammenhabe werde, bis das Austauschjahr beginnt. Ich bin auf 2500 Franken gekommen. Ausserdem werde ich ja gefirmt und Weihnachten und Geburtstag gibt es ja auch noch. Zudem will ich nächstes Jahr noch Nahhilfe geben. Da kommt hoffentlich auch ein wenig was zusammen. 
Meine Eltern bezahlen das eigentlich, aber ich habe ein unglaublich schlechtes Gewissen und ein Viertel oder so des Preises ist ein Teil, den ich gerne bezahlen würde. 


Ein Bild meiner Beine. In Wirklichkeit sind die noch krummer...

Donnerstag, 15. Mai 2014

Impfungen



Ja, es fühlt sich so an, wie es klingt – schmerzhaft. Am Mittwoch habe ich bereits die ersten Impfungen wegen des Austauschjahres bekommen. Alle meine Impfungen sind abgelaufen gewesen und gegen einige Dinge war ich gar nie geimpft.

Gestern waren erst einmal die beiden kombinierten Impfungen Diphterie-Starrkrampf-Polio-Keuchhusten und Röteln-Masern-Mumpf (nein, dagegen war ich bisher noch nicht geimpft). In zwei Monaten gibt es eine zweite MRM-Impfung und auch Hepatitis-B wird in den nächsten Monaten geimpft. Das wären dann aber nur die Impfungen, die in der Schweiz üblich sind (neben Zecken, etc. gegen die ich nach wie vor nicht geimpft bin). Dazu werden aber bestimmt noch einige kommen, da Amerikaner ja bekanntlich Kampf-Impfer sind… -.-

Die MRM-Impfung ist überhaupt nicht schlimm und es stört mich auch nicht gross, dass ich in zwei Monaten noch einmal gehen muss, aber die Starrkrampf-Impfung tut echt weh. Zum Glück war der Arzt gnädig und hat mir (Linkshändlerin) die Spritze in den rechten Arm gegeben. Jetzt tut meine gesamte rechte Körperhälfte weh und ich bin schon den ganzen Tag am jammern. Wenigstens muss die erst in 20 Jahren aufgefrischt werden.

Ansonsten geht es mir ganz gut. Es sind ja schon die ersten Kataloge für 2015/2016 rausgekommen und im Moment bin ich fleissig am Lesen. Macht irgendwie Spass. Diese Kataloge könnte ich einfach stundenlang anschauen, aber ich habe ja auch noch sowas wie ein Leben ;). 

Zu etwas ganz anderem, das eigentlich nicht wirklich etwas mit dem Austauschjahr zu tun hat (falls es euch nicht interessiert, zwinge ich euch nicht, das zu lesen):
Morgen ist LSD. Keine Panik – da sind in den allermeisten Fällen keine Drogen im Spiel. Es geht um den Last School Day der Abschlussklassen. Danach sind nur noch die Maturaprüfungen. Wie man das eben an den meisten Schulen so kennt, wird eben ein wenig gefeiert, und es werden Streiche gespielt etc. Der LSD an meiner Schule ist anders. Ich kann noch nicht genau sagen, was morgen passieren wird (nicht einmal die Maturanden wissen das), da es ziemlich unberechenbar ist.
Vorraussichtlich wird das Ganze aber so ablaufen:

  • 7:30-ca. 10:00 — Normaler Unterricht 
  • Zwischen 9:45 und 10:10 — verkleidete Maturanden fallen in den Klassenzimmern ein und zerren alle Schüler auf den grössten Sportplatz der Schule. Das sind etwa 1700 Schüler und wer nicht freiwillig kommt, wird eben rausgetragen. Natürlich kann man danach flüchten und sich im Keller verstecken oder was auch immer diese Leute während dieser Zeit machen...
  • Danach — alle Schüler strömen (bzw. werden gestossen) durch einen Eingang. Das ist ziemlich eng und warm und laut. Manchmal knallt es auch. 
  • Wenn alle Schüler draussen auf dem Platz sind — ob es regnet oder stürmt oder was weiss ich: Spielt keine Rolle... Es folgt eine riesige Wasser- (und noch viel besser) und Farbschlacht. Das ganze bei dichten Gedränge, lauter Musik und teilweise mit Feuerwehrschläuchen. Man kann es sich nicht vorstellen, wenn man es noch nie gesehen hat. Alle Schüler (ausser die Spielverderber, die sich während dem LSD irgendwo verstecken) freuen sich das ganze Jahr auf diesen Tag. 
  • Währenddessen — am Rande des Platzes steht der Direktor und verteilt heissen Punsch und Brot. 
  • Ca. 12:00-12:45 endet die Party, da die Schule am Nachmittag weitergeht. Wirklich konzentriert ist das aber nicht, da viele aufgrund nasser Klamotten halbnackt und Barfuss rumlaufen. Ausserdem sind alle mit Farbe beschmiert. Letztes Jahr musste ein Junge einen Vortrag halten: Sein Gesicht war Pink und Grün, und er trug keine Schuhe. Das war eigentlich ganz witzig. 
Das klingt viel gefährlicher als es ist. Es gilt ein striktes Alkoholverbot für alle (wird auch kontrolliert) und ausser Erkältungen aufgrund des Wassers und verstauchten Fingern und Zehen ist noch nie etwas passiert...

Das Ganze klingt geschrieben nicht einmal halb so lustig, wie es wirklich ist. Natürlich gibt es auch diverse Streiche und viel "Dekoration". Die Schule wurde dieses Jahr nach dem Thema "Wonderland" eingerichtet. Letztes Jaht war es der Wilde Westen (Die Anmeldung wurde mit einem 'Jail'-Schild dekoriert. Danach stand da Jail und dahinter Anmeldung...). Wie schon erwähnt. Es ist VIEL lustiger als es klingt. Hoffentlich habe ich euch nicht gelangweilt... -.-

Eine wunderschöne Woche noch und liebe Grüsse
Lara

Mittwoch, 16. April 2014

Klassenliste!

Hallo an alle
Endlich ist die lang ersehnte und viel erwähnte Klassenliste angekommen!
Ist aber eine ziemlich lange Geschichte. Das Ganze fing schon gestern, also Dienstag an und lief so:
Kollegin schreibt mir gestern um zehn Uhr morgens: Lara, schick mir mal ein Bild von deiner Klassenliste
Dann war ich zuerst einmal ziemlich verwirrt, weil die Kollegin in der selben Klasse ist wie ich, und deshalb ja auch weiss, mit wem sie zur Schule geht. Ich habe mir dann aber so gedacht, ja ok und hab ihr ein Bild der aktuellen Liste geschickt.
Sie schreibt mir zurück: Nich DIE Liste. Ich weiss ja, mit wem ich zur Schule gehe. Ich meinte eigentlich die NEUE Liste. Dabei war ein Bild ihrer Liste.
Ich war natürlich total aufgeregt und hab sie gefragt, wo sie die her hat. Sie meinte, die Liste sei mit der Post gekommen, also bin natürlich total aufgeregt und hibbelig zum Briefkasten gerannt, nur um festzustellen, dass dort KEINE Liste war. Das war also ein ziemlicher Fail... Ich war also kurzzeitig ein wenig enttäuscht, aber dann ist mir eingefallen, dass eine andere Freundin noch ganze 12 Tage im Urlaub ist und sie die Liste erst danach sieht. Das habe ich - fies wie ich bin - kurzzeitig einmal lustig gefunden und mich dann damit abgefunden, dass ich nun eben einen Tag länger warten muss.
Heute Morgen bin ich also einmal mehr aufgeregt und hibbelig zum Briefkasten gerannt, wo der Brief heute auch endlich war. Ich habe ja schließlich schon sein Wochen eigentlich jeden Tag damit gerechnet.
Ich habe mich also mit dem Brief aufs Sofa geworfen und ihn geöffnet. Und hier folgt schon der nächste Fail. Auch nach ausführlichem Facebook-Stalken (zusammen mit meiner Mutter), weiss ich nur bei 5 von 19 Personen - und da bin ich schon  mit dabei - wer sie überhaupt sind. Wirklich kennen tue ich nur drei von denen (mich eingeschlossen). Das war also nicht so aufschlussreich wie ich es gehofft hatte, aber trotzdem bin ich jetzt total erleichtert, denn: Auch dieser Punkt auf meiner Liste ist nun abgehakt und ich kann die Organisationenauswahl noch ein wenig verstärken. Die Super-Mega-Bomben-Klasse ist es nun glaube ich wirklich nicht... Ich habe  zwar auch nicht damit gerechnet, aber trotzdem.
Einem Auslandsjahr steht nun also fast nichts mehr im Wege. Und in dem Sinne: USA, ICH KOMME!

Mittwoch, 9. April 2014

Kleines Update

Hallo zusammen,

Ich sitze gerade in der Schulbibliothek – es ist eine Lektion ausgefallen – und habe genügend Zeit, euch wieder einmal auf den neusten Stand zu bringen.
Gleich einmal vorweg: Nein, es ist noch nichts wirklich grossen passiert. Ich befinde mich nach wie vor in der „Wieso zur Hölle gibt es so viele verschiedene Austauschorganisationen und wie soll ich denn bitte die richtige wählen“-Phase. Auch die Klassenlisten sind immer noch nicht veröffentlicht worden. Das beschleunigt das Ganze ja auch nicht wirklich.
Andererseits – ich habe auch noch mehr als genug Zeit. Immerhin ist es immer noch beinahe ein ganzes Jahr, bis die meisten Bewerbungsfristen ablaufen. Ich mache mir da noch nicht wirklich Stress, da ich zwar immer überpünktlich und perfektionistisch bin, aber andererseits bin ich ja wirklich noch früh dran.
Im Moment ist so die Phase, wo die Leute realisieren, dass ich das wirklich ernst nehme und das auch wirklich durchziehen werde. Und da fangen die Fragen schon an. Sie nerven mich jetzt schon ein wenig – wie wird das wohl in einem Jahr…? Ich weiss es nicht und eigentlich will ich es auch gar nicht wissen. Da die Fragen aber immer wieder auftauchen, denke ich, dass es euch ja auch interessieren könnte. Deshalb habe ich eine kleine Zusammenstellung gemacht.
•
1.) Gefällt es dir denn hier nicht?
o
Doch, natürlich gefällt es mir hier. Ich wohne aufeinem hübschen Stück Erde, nicht einmal einen Kilometer vom See entfernt, in einer relativ wohlhabenden Gegend (was nicht heissen soll, dass wir sonderlich reich sind – sind wir nämlich nicht). Ich habe eine tolle Familie und nette Freunde und meine Schule ist auch toll. Von mir aus könnte es für immer so bleiben. Dass ich weg will muss ja nicht gleich heissen, dass es mir hier nicht gefällt, denn das tut es mir hier definitiv.
•
2.) Warst du denn schon einmal in den USA?
o
Nein, war ich nicht. Es sieht auch nicht so aus, als würde ich (mal abgesehen vom Austauschjahr) in nächster Zeit dorthin kommen. Wir können (und wollen) es uns einfach nicht leisten, vier Flüge in die Staaten und zurück, Hotel oder Ferienhaus und weitere Kosten, die ein Urlaub so mit sich bringt, zu zahlen. So einfach ist das. Für mich ist das ein weiterer Grund, wieso ich ausgerechnet nach Amerika fahren (oder eben fliegen) will.
•
3.) Weiss du denn schon, wohin du kommst?
o
Leute… Ich habe mich doch noch nicht einmal angemeldet. Mit viel Glück weiss ich es in einem Jahr. So etwas braucht seine Zeit…
•
4.) Wohin würdest du denn am liebsten?
o
Ganz ehrlich gesagt – ich weiss es nicht. Am Anfang wollte ich am liebsten in den Nord-Osten, aber inzwischen kann ich mich überhaupt nicht mehr entscheiden. Der Norden wäre schön, weil es da nicht allzu warm ist und ich Hitze nicht sonderlich mag. Die Küste wäre natürlich schön, weil ich das Meer mag, es aber wenn’s hochkommt zweimal im Jahr sehe (Binnenland und so…). Dann wäre es natürlich schön, in die Nähe des Meeres zu kommen (ja 150 Kilometer ist in der Nähe). Andererseits wäre es auch mitten im Land schön. In irgendeiner Flachen Region mit vielen Feldern würde es mir gefallen, weil ich das in der Schweiz ja nicht wirklich habe, und auch in den Bergen würde es mir gefallen, da ich das ja schon kenne. Florida, Kalifornien etc. ist zwar warm, aber es muss ja etwas dran sein, wenn das allen Leuten gefällt. Kurz gesagt – es würde mir wahrscheinlich überall gefallen. Ob lieber in eine Stadt oder aufs Land möchte, weiss ich auch nicht. Wäre mir beides recht, aber am besten wäre glaube ich so ein Zwischending. Ich mache mir da keine zu grossen Gedanken.
Das waren jetzt nur die vier häufigsten Fragen, natürlich gibt es noch viel mehr, aber ich denke, das reicht erst einmal, um einen groben Überblick über meinen momentanen Alltag zu kriegen. Ich hoffe, ich habe euch nicht allzu sehr gelangweilt und ich hoffe, dass es bald Neuigkeiten gibt. Momentan warte ich auch darauf, dass die Kataloge für 2015/2016 rauskommen, Das würde mich auch ein Stück weiterbringen. Gerade von den preisen etc… Ich werde sehen.
Ich wünsche euch noch einen schönen Nachmittag oder was auch immer.


Dienstag, 4. März 2014

Was ich diese Woche so gemacht habe

Montag: Nicht besonders viel - ich habe nur dreieinhalb Stunden geschlafen und war von sieben Uhr morgens bis halb sieben mit Schule bzw. Klavierstunde beschäftigt. Und da sind Hausaufgaben und lernen für die Geographieprüfung am nächsten Tag noch nicht eingerechnet. Man sieht, wirklich viel Zeit ist da nicht mehr geblieben.
ABER: Ich war mittags in der Schulbibliothek und habe das Buch "Fernweh" ausgeliehen. Da gibt es Tipps für ein Austauschjahr und alle möglichen Organisationen sind tabellarisch mit Vor- und Nachteilen und weiteren Infos aufgelistet. Mir persönlich bringt das allerdings nicht viel, da ich wie gesagt in der Schweiz lebe und das die Auswahl beschränkt ist und Preise stark variieren können. 
Deshalb halte ich mich lieber an die Homepages und Infobroschüren (der Stapel wird immer höher).

Das Buch

Dienstag: Am Dienstag war ich ziemlich kreativ. Ich habe begonnen, alle Organisationen für mich persönlich aufzulisten und Vor- und Nachteile aufzulisten. Dazu habe ich ein eigenes Punkte-System erfunden und ein persönliches "Organisationen-Ranking" entwickelt, in dem das Verhältnis der Vorteile gegenüber der Nachteile in Zahlen dargestellt wird (nicht alles zählt gleich viel). AIFS hat zum Beispiel den Wert 1:10. Das ist ziemlich typisch für mich. Irgendwie mochte ich es schon immer, Dinge mathematisch darzustellen...

Meine Auflistungen mit dem Punkteverhältnissystem

Mittwoch: Am Ranking weiter gemacht. Ist ziemlich aufwendig, bis man die ganzen Infos zusammenhat. Inzwischen habe ich schon die Steckbriefe von drei Organisationen. Ausserdem habe ich ein paar Blogs und das Buch gelesen. 

Donnerstag: Nicht besonders viel getan, aber ich habe noch mehr Broschüren besorgt und Into ist auf meiner Rangliste deutlich aufgestiegen, auch wenn AIFS immer noch ganz klar unangetastet bleibt. 

Infobroschüren von EF und into

Freitag: Am Freitag habe ich nichts im Bezug auf das Austauschjahr gemacht. Der Grund: Reallife aka Schule. 

Samstag: Broschüren gelesen und am den Zusammenfassungen der Organisationen weitergemacht. 

Sonntag: Am Sonntag habe ich (hier bitte Trommelwirbel einfügen) Youtube als weitere Austauschjahrinformationsquelle für mich entdeckt und diverse Kanäle abonniert. Zuvor habe ich ja schon diverse Blogs gelesen, bzw. ich verfolge sie natürlich teilweise immer noch. 
Selbst einen Vlog führen werde ich wahrscheinlich nicht. Das hat einen einfachen Grund: Ich komme aus der Schweiz. Für alle, denen der Grund noch nicht ersichtlich ist - habt ihr jemals einen Schweizer Hochdeutsch sprechen hören? Eben. Natürlich könnte ich das Ding auch auf Schweizerdeutsch machen, aber dann verstehen mich, von den geschätzten 4 Millionen Leuten, die Schweizerdeutsch sprechen, immer noch nicht alle, weil es da immer noch Dialekte gibt und da auch Leute sind, die nicht auf Youtube sind (z. B. Kinder oder ältere Leute) oder sich einfach nicht für das Thema interessieren. Da bleiben nicht sehr viele Leute...

Montag: Ich hatte keine Schule, da im Moment Fasnachtsferien (Karneval) sind. Dementsprechend habe ich genug Zeit, um diesen Blogpost geschrieben. Gepostet wird er aber erst am Dienstag, weil schon 23:41 ist und ich momentan kein Internet habe. 


Dienstag: Blogeintrag hochgeladen und das Buch "Fernweh" endgültig fertiggelesen

Dienstag, 25. Februar 2014

Der erste Kontakt

Hallo Zusammen,
wirklich viel ist ja nicht passiert - war ja auch nicht zu erwarten - aber ich dachte, dass es euch vielleicht trotzdem interessieren könnte. Für mich war es ja ehrlich gesagt irgendwie ziemlich aufregend, auch wenn es wirklich keine grosse Sache war.

Also, was ist denn eigentlich passiert? Nun - ich habe mich weiter informiert und eine Mail an AIFS, meiner bisherigen Favoritenorganisation, geschrieben. Da ich in der Schweiz lebe, wollte ich fragen, ob ich auch wirklich an dem Programm teilnehmen könnte, und ob es Abweichungen in den Preisen gibt (das ist ja doch noch ein ziemlich wichtiger Punkt).

Die Antwort war sehr freundlich und vor allem sehr (!) schnell, nachdem ich gestern Abend um halb elf geschrieben habe. Ich zeige euch gleich die vollständige Antwort:
Hallo Lara,

vielen Dank für dein Interesse an unserem Highschool Programm.
Gerne können auch Schweizer an unserem Highschool Programm teilnehmen. Es gelten hierbei die gleichen Preise und Konditionen.
Wir haben sogar Berater in der Schweiz, die dein Interview für das Programm dort machen können, sowie auch passende Informationsveranstaltungen vielleicht auch in deiner Wohnortnähe.
Gerne kannst du dich wieder melden, damit wir dir eine entsprechende Veranstaltung zuweisen können, oder du meldest dich unter der unten stehenden Rufnummer, damit wir dich weiter beraten können!

 Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne Montag bis Freitag von 8:30 Uhr bis 17:30 Uhr unter der unten stehenden Rufnummer zur Verfügung.

Viele Grüße aus Bonn
und einen schönen Tag
Wie ich also sagte: sehr schnell und auskunftsreich. Es ist also wieder ein kleiner Schritt in Richtung Austauschjahr  gemacht und auch gefällt mir AIFS immer besser, auch wenn ich die anderen Orgas nicht aus dem Gedächtnis streichen sollte.

Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Tag und ganz liebe Grüsse
Lara

Samstag, 22. Februar 2014

Erster Post - um was geht es hier eigentlich?

Hallo Leser
Das ist mein erster Post. In diesem Blog wird es um mein Austauschjahr gehen, das sehr wahrscheinlich stattfinden wird. Das Ganze hängt von genau zwei Punkten ab:

• Ich bekomme für nächstes Schuljahr eine neue Klasse. Ich habe keine Ahnung, wie sie sein wird. Ich werde mich nicht gross davon beeinflussen lassen, aber wenn es DIE ultimative Superklasse wird, lässt sich nocheinmal darüber reden. Wahrscheinlichkeit: Sehr klein.

• Ob ich mich tatsächlich traue, meine Eltern zu fragen - es ist lächerlich, denn sie befürworten ein Austauschjahr, aber ich hatte irgendwie schon immer meine Mühe damit, meine Wünsche auszudrücken. Und ein Austauschjahr ist ja schliesslich kein kleiner Wunsch. Wenn ich aber ersteinmal gefragt habe, ist dieses Problem aus der Welt geschafft. Bedenken, dass meine Eltern etwas dagegen haben, sind gleich Null. Wahrscheinlichkeit: Auch sehr klein...

Man sieht also, die Chancen stehen gut.
Im Moment bin ich vor Allem auf Info-Jagd über verschiedene Organisationen. Es kristallisieren sich schon erste Favoriten heraus. Bisher steht AIFS an erster Stelle, aber ich muss mich noch genauer erkundigen, da ich in der Schweiz lebe, und noch nicht genau weiss, ob das grosse Unterschiede macht. An zweiter und dritter Stelle stehen für mich in dieser Reihenfolge AFS und EF.

Das war, was ich erstmal zu sagen hatte - es ist gut möglich, dass man in nächster Zeit länger nichts mehr von mir hört. Es läuft ja momentan nicht besonders viel.

Liebe Grüsse
Lara